Demokratie braucht mehr Orte des öffentlichen Gesprächs – was sagt @FuturICT

Die Demokratie ist nach Auffassung von Jürgen Wiebicke darauf angewiesen, dass möglichst viele ein Wissen davon haben, wie man zusammenfindet, um sich über öffentliche Angelegenheiten auszutauschen.

„Dieses Wissen ist derzeit fast verschüttet. Keiner kennt mehr den Ort, an dem dies geschehen könnte, die Polis hat keine Agora mehr, keinen Marktplatz des öffentlichen Gesprächs und Meinungsstreit“, schreibt der Journalist in seinem Buch ‚Zehn Regeln für Demokratie-Retter‘.

Talkshow und die sozialen Medien seien nur ein schlechtes Surrogat.

Meinungsbildung von unten nach oben

„Parteienkrise heißt eben auch, dass es keine wirklich funktionierende, gesellschaftlich breit verankerte Versammlungsdemokratie mehr gibt. Die wenigsten Ortsvereine der Parteien sind noch lebendige Organismen, die die Meinungsbildung von unten nach oben strukturieren. Diese deprimierende Erfahrung werden vermutlich viele derer machen, die nach der Trump-Wahl online in eine Partei eingetreten sind“, glaubt Wiebicke.

Demokratie beginne mit dem öffentlichen Gespräch. Sie benötigt Orte, an denen wir uns als Bürger begegnen und feststellen, welche Probleme besonders drängend sind und ob die Lösung im Konsens oder im Streit zu suchen sei.

Wiebicke plädiert dafür, solche Orte in der eigenen Umgebung zu schaffen. Er sieht die Krise der Demokratie vor allem als Kommunikationsstörung. Mit digitalen Mitteln werde sich diese Kommunikationsstörung nicht beheben können. Die Antwort müsse analog sein. Aber warum baut der Autor nicht auf Formate, die beides zusammenbringen? Ausführlich nachzulesen bei den Netzpiloten.

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