Zukunft der Demokratie – #D2030 Pressegespräch am 11. September in Berlin #BTW17 @FuturICT

In Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sollte es nach Ansicht von D2030-Beiratsmitglied Professor Dirk Helbing nicht in erster Linie um Machtausübung gehn, sondern um Befähigung, das heißt, es geht darum, einen gesellschaftlichen Rahmen zu bauen, in dem die Menschen ihre Talente und Ressourcen bestmöglich zum Einsatz bringen können. Es gehe nicht um Konsens im klassischen Sinne, sondern darum, durch Vielfalt gemeinsam mehr zu sehen und zu erreichen. Manchmal könne es besser sein, wenn es nicht eine Lösung für alle gibt – nach dem Motto: „One size fits all“, sondern wenn man sagt: Wir haben da eine Best-of-Liste und wir empfehlen, dass eine der drei besten Lösungen umgesetzt wird.

„Jeder Staat oder jede Region kann dann für sich entscheiden, was angesichts der Umstände, der Kultur oder der vorhandenen Ressourcen am passfähigsten ist. Dann gibt es einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Lösungen; Lösungen; man kann voneinander lernen, hat Diversität und ein evolutionäres Element. Überstandardisierung ist ein Problem und das stößt in der EU auf immer mehr Widerstände“, so Helbing im Gespräch mit Martin Kugler, veröffentlich in „Technologie im Gespräch 2017“.

Man brauche Systeme, die viele Fakten und Ideen überschaubar machen und unter einen Hut zu bringen helfen.

„Ansonsten ist man überfordert. Man kann sich vorstellen, dass die Leute zu einem bestimmten Thema, das sie bewegt und das sie betrifft, ihre Argumente auf einem virtuellen Tisch ausbreiten. Dort werden die Argumente dann logisch sortiert und in verschiedenen Perspektiven zusammengefasst. Danach könnte ein Round Table mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Perspektiven versuchen, möglichst viele von ihnen unter einen Hut zu bringen, um so zu neuen, besseren Lösungen zu kommen“, erläutert Helbing.

Dabei gehe es nicht um blutleere Technokratie. Die Entscheidungen bleiben beim Menschen. Relevant sei zudem die Diversität oder der Pluralismus.

„Zentral organisierte Systeme sind maximal verwundbar – nicht nur dadurch, dass sie etwa durch einen Stromausfall, Terroranschlag oder Hacker-Angriff ausfallen können. Resiliente Systeme bauen auf Modularität, Diversität und Subsidiarität auf. Das sind Systeme, die quasi ‚unkaputtbar‘ sind, wie man so schön sagt. Sie sind in der Lage, mit Überraschungen und Katastrophen umzugehen. Was wir eigentlich brauchen, ist keine Monokultur, sondern eine bunte Blumenwiese, auf der viele verschiedene Ideen gedeihen, auf der, je nachdem, mit welchen Problemen die Gesellschaft gerade konfrontiert ist, immer das passende Heilkraut zu finden ist“, resümiert Helbing, der am Montag, den 11. September auf der D2030-Pressekonferenz in Berlin bei der Vorstellung des Memorandums zur Bundestagswahl dabei sein wird.

Man hört, sieht und streamt sich am 11. September, um 11 Uhr in Berlin.

Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin

Mit dabei: Prof. Dr. Dirk Helbing (ETH Zürich, D2030-Fachbeirat), Klaus Burmeister und Beate Schulz Montag (Initiator*innen der Initiative D2030), Dr. Karlheinz Steinmüller (Zukunftsforscher, Sciencefiction-Autor), Dr. Alexander Fink (Szenario-Experte), Dr. Andreas Schiel (Kernteam D2030).

Liveübertragung via Facebook.

Fragen im Vorfeld des Pressegesprächs? Ansprechpartner: Klaus Burmeister, burmeister@d2030.de, 0171-2640509; Dr. Andreas Schiel, schiel@d2030.de, 0176-21547017

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